Live against 88?

Nachdem es jahrelang (nein wirklich) kein Naziproblem gab, schmeißt die Stadt Dortmund nun die PR-Maschine an: Bob Geldof ("I don’t like Mondays", "Do They Know It’s Christmas?" und … hernach nicht mehr viel) comes to town!


 Unter dem Motto "Für Dortmund. Gegen Nazis." wird am Samstag, den 5. September 2009, ab 18 Uhr ein großes Friedensfest auf dem Friedensplatz stattfinden. […] Das Fest ist der Abschluss und Höhepunkt des Tagesdortmund.de


Entschuldigung, wir sind schon wieder misstrauisch: was passiert an den 364 Tagen im Jahr, in denen Bob Geldof nicht in der Stadt ist? Welchen Einfluss hat ein "Friedensfest" auf die Neonazis? Wir sähen ja lieber, dass die Stadt Dortmund sich um weniger symbolträchtige Dinge kümmern würde – beispielsweise die Einrichtung einer "Mobilen Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt" (wie z.b. http://www.mobile-opferberatung.de/).


Nun gut, zumindest einen Vorteil wird die Veranstaltung auch im Konkreten haben, denn damit ist den Nazis die Dortmunder Innenstadt am Samstag Abend als Agierfeld genommen. Eine Schlappe wie beim 1. Mai wird sich die Polizei dort wohl nicht erlauben können. Auch wenn die städtischen Kampagnendramaturgen scheinbar schon alles geplant haben: unter dem "Höhepunkt des Tages" stellen wir uns allerdings etwas anderes vor – die Blockade des Naziaufmarsches!

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